Archiv der Kategorie: Allgemein

Gebärden-Kurse 2020/21

in Lautsprachbegleitenden Gebärden (LBG)
für die Familien der Elbschüler/innen

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An unserer Elbschule werden seit vielen Jahren Gebärdenkurse für Familienangehörige unserer Schüler/innen und Frühförderkinder angeboten.

Gebaerden Kurs2
In lockerer Atmosphäre lernen die Kursteilnehmer/innen bei uns Lautsprachbegleitende Gebärden (LBG). Diese Kommunikationsform wird auch in unserem Schulalltag verwendet und ist den Kindern vertraut. Dabei wird die laut gesprochene Sprache von Gebärden aus der Deutschen Gebärdensprache (DGS) begleitet.

Wir arbeiten mit einer Zweistufung, bestehend aus Anfänger- und Fortgeschrittenenkurs.
Inhalte des Anfängerkurses sind u.a. die Themenbereiche Zahlen, Kalender, Familie, Alltag, Krankheiten bzw. Arztbesuch, Sport, Essen und Trinken, Spielen und das Fingeralphabet.

Im Kurs für Fortgeschrittene werden die Alltagsthemen wiederholt und erweitert. Wir übersetzen Kinderbücher und andere Texte in LBG und unterhalten uns über aktuelle Ereignisse.

Unser Ziel ist eine flüssige Kommunikation mit gehörlosen und schwerhörigen Kindern und Erwachsenen.

Die Kurse beginnen jeweils nach den Sommerferien und dauern das ganze Schuljahr über an. Die Teilnahme ist kostenlos – es fällt lediglich ein Unkostenbeitrag für Unterrichtsmaterial an.

Alle Kurse für Familienangehörige finden mittwochs in der Elbschule statt.

Für Interessenten aus pädagogischen und therapeutischen Berufen gibt es dienstags ein Angebot

Die neuen Jahreskurse beginnen am 2. September 2020.
Schnuppern Sie mal rein!

Kursleiter ist Herr Dietz.

Über Ihr Interesse freuen wir uns!
Anmeldungen nimmt der Kursleiter persönlich entgegen:
Herr Dietz: hubertus.dietz@bzhk.hamburg.de

Wenn Sie die Deutsche Gebärdensprache (DGS) erlernen möchten, wenden Sie sich bitte an die Gebärdensprachschule des Gehörlosenverbandes: http://dgshh.de

GebaerdenKurs3

In memoriam Georg Männich – Früherer Schulleiter der Hamburger Gehörlosenschule verstorben

Am 24. Mai 2020 ist Georg Männich im Alter von 89 Jahren in Hamburg verstorben. Seinem Wirken nachzuspüren, heißt angesichts seines gesegneten Alters, sich auf eine Zeitreise in das letzte Jahrhundert zu begeben. Als die Hamburger

© Fotostudio Nina

Gehörlosenschule im Jahr 1964 nach langem Warten endlich den Neubau an der Hammer Straße beziehen konnte und im selben Jahr zur Samuel-Heinicke-Schule umbenannt wurde, war das auch für Georg Männich ein besonderes Datum. Hier startete er voller Elan als frisch ausgebildeter Gehörlosenlehrer, mit der damaligen Berufsbezeichnung ‚Taubstummenlehrer’, und wurde schnell zum aktiven, mitgestaltenden Mitglied des Kollegiums. Er war dabei, als 1965 der in Norddeutschland erste Realschulzug für Gehörlose eingerichtet und Jugendliche aus fünf Bundesländern aufgenommen und zur Mittleren Reife geführt wurden. Und er war dabei, als die Samuel-Heinicke-Schule prosperierte und 1978 mit 205 gehörlosen Kindern und Jugendlichen die höchste Schülerzahl ihrer Geschichte erreichte.

Der damalige pädagogische Zeitgeist war bekanntlich geprägt von der Lautsprachmethode. Georg Männich wurde in Hamburg, gemeinsam mit etlichen Kolleginnen und Kollegen, zum Mitgestalter und Weiterentwickler dieser oralen, später auralen Methode. Über lange Zeit „lebte“ er den systematischen Sprachaufbau und trug über Unterricht und Erziehung hinaus wirkungsvoll zu seiner Verbreitung bei: Als Lehrbeauftragter der Universität Hamburg vermittelte er den Studierenden der Gehörlosenpädagogik profundes Artikulationswissen. Als Autor verfasste er Fachartikel in der ‚HörPäd’ und in ‚Das Zeichen’. Und als Mentor betreute er die Praxisausbildung unzählig vieler Aufbau-Studierender. Im Bund Deutscher Taubstummenlehrer (heute Berufsverband Deutscher Hörgeschädigtenpädagogen) engagierte er sich über viele Jahre als Vorsitzender des Landesverbandes Nord-West sowie als Mitglied des Bundesvorstandes. Auch in der Bundesdirektorenkonferenz galt er, weit über seine aktive Dienstzeit hinaus, als hervorragend vernetzter Teilnehmer.

Im Jahr 1982 übernahm Georg Männich Leitungsverantwortung an der Samuel-Heinicke-Schule, zunächst als Stellvertreter und ab 1988 als neuer Schulleiter. Er nahm die damit verbundenen Aufgaben ausgesprochen gerne und gewissenhaft wahr. Weggefährten beschreiben ihn als freundlich, zugewandt und fair, als einen Schulleiter mit wertekonservativer Haltung und christlicher Prägung. Der gute Ruf seiner Schule war ihm wichtig. Und ihm lag sehr daran, bestmögliche räumliche Bedingungen für die Schülerschaft zu schaffen. Der in seiner Leitungszeit gebaute Fachraumtrakt trägt unverkennbar seine Handschrift. Das Gebäude wurde als spektakulärer Rundbau verwirklicht und ging als Beispiel für bemerkenswerten Schulbau in die Jahrbuchreihe ‚Architektur in Hamburg’ ein.

Der sich anbahnende Paradigmenwechsel in der Gehörlosenpädagogik der 1990er Jahre, der den selbstverständlichen Einbezug der Gebärdensprache in den Unterricht und damit eine bilinguale Bildung und Erziehung forderte, wurde für Georg Männich zur besonderen Herausforderung. An der Samuel-Heinicke-Schule in Hamburg startete 1993 auf Antrag der Eltern der sechsjährige Schulversuch ‚Bilingualer Unterricht’. Die Schule stand damit nicht nur in Hamburg, sondern auch national und international im Fokus der Fachöffentlichkeit. Die Frage der „richtigen Methode“ wurde zur Zerreißprobe. Der harte Diskurs, der auf allen Ebenen immer unerbittlicher geführt wurde, setzte dem nach Harmonie und Eintracht strebenden Schulleiter mehr und mehr zu. 1995 ging Georg Männich im Alter von 64 Jahren in den Ruhestand. Er blieb viele Jahre über seine Verabschiedung hinaus interessiert an der Weiterentwicklung seiner Schule. Und obwohl er ehemals als prominenter Verfechter der Lautsprachmethode galt, hat er wahrgenommen und respektiert, dass gesellschaftliche Veränderungen auch neue pädagogische Konzepte erforderlich machen. Mit großem Respekt blicken wir zurück auf einen engagierten und verdienten Gehörlosenpädagogen.

Johannes Eitner
Karin Perwo-Aßmann

Personalie: Neue Leiterin der bilingualen Abteilung

Vorstellung von Bettina Rörig

 

An der Elbschule seit…

… 2001 als Referendarin, seit 2003 als Lehrerin.

Ich bin Sonderschullehrerin geworden, weil….

… der Beruf für mich verschiedene Wünsche vereinte: Mit Gebärdensprache arbeiten, Mathematik unterrichten, Austausch mit anderen Menschen.

Meine Aufgaben als Leiterin der bilingualen Abteilung:

Grundsätzlich wären da verschiedene typische Leitungsaufgaben, von Organisationsaufgaben bis hin zu Schüler- und Elterngesprächen. Mir geht es in der bilingualen Abteilung darum, bilinguale Arbeit weiterzuentwickeln und Kolleg/innen dabei zu unterstützen, ihre Ideen und Vorstellungen umzusetzen.

Wichtigste Erkenntnis der vergangenen Monate?

Dass ich mir für die wichtigen Sachen Zeit nehme und bei den kleineren Sachen auch mal Fünfe gerade sein lasse.

Erste Handlung morgens im Büro?

Fenster auf und lüften!

Tinte oder Tablet?

Kuli und Laptop. Ich kann auf Handgeschriebenes nicht verzichten, da ich aber so eine schlechte Handschrift habe, schreibe ich vieles am Laptop nochmal digital. Mit einem Tablet arbeite ich dagegen ungern.

Mail oder Meeting?

Sowohl als auch. Kleinere Sachen gerne per Mail, wichtige Sachen immer im Gespräch!

Bulgur oder Burger?

Die Mischung macht’s! Gerne mal ein Burger, aber bitte nicht immer :).

Fahrstuhl oder zu Fuß?

Immer zu Fuß! Wenn ich die Frage übertragen verstehe, muss ich mir allerdings eingestehen, dass ich häufiger mit dem Fahrrad zur Schule kommen sollte, als ich es bislang tue.

Mein Wunsch für die Zukunft:

Eine bilinguale Schule mit verschiedenen Schwerpunkten (lautsprachlich und gebärdensprachlich), in der eine respektvolle Kommunikation aller miteinander gelingt.

Übrigens:

Ich freue mich über jeden, der mich in meinem Büro besucht oder mit mir eine Runde Tischtennis spielen möchte :).

 

Die Fragen stellte Karin Perwo-Aßmann.

Info zur inklusiven Kl. 1 – Einschulung 2020 / Infoabend 11.11.19

Die Elbschule hat einen vielversprechenden neuen Weg eingeschlagen. Seit Sommer 2017 gibt es ein neues inklusives Grundschulangebot. Schülerinnen und Schüler mit und ohne Hörschädigung* lernen gemeinsam unter besten Bedingungen:

  • Kleine Klassen
    14 Schülerinnen und Schüler
  • Handlungsorientiertes Lernen
    individualisierte und differenzierte Angebote
  • Gute Lernbedingungen
    hervorragende Lehr- und Lernmittelausstattung, Doppelbesetzung in den Hauptfächern
  • Schulgebäude mit bester Raumakustik
    ruhiges und konzentriertes Lernen
  • Gemeinsamer, zielgleicher Unterricht
    für Schülerinnen und Schüler mit und ohne Hörschädigung
  • Bildungspläne der Allgemeinen Schule
    gleiche Abschlüsse (ESA und MSA)
  • Gebärdensprachangebote, Medieneinsatz und Visualisierung
    einmalig in Hamburg
  • Kulturschule mit starkem Programm und erstklassigen Partnern
    Ernst Deutsch Theater, Elbphilharmonie, NDR
  • Schulrestaurant mit leckerem Bio-Essen
    täglich vor Ort frisch zubereitet
  • Eigene Ferienbetreuung mit vielfältigem Programm

Haben wir Sie neugierig gemacht? Kommen Sie vorbei  – schauen und hören Sie selbst!

  • Infoabend am 11. November 2019, 19 Uhr
  • Schnuppervormittag für Kinder am 22. November 2019,  Anmeldung am Infoabend
  • Vorgezogene Anmeldewoche  9. – 12. Dezember 2019,
    Terminvergabe über das Schulbüro
  • Einzelberatung möglich, Terminvergabe über das Schulbüro

*Ein Angebot für hörende Kinder aus dem Bezirk Altona und für hörgeschädigte Kinder aus ganz Hamburg sowie Gastschüler aus Nord-Niedersachsen und Süd-Schleswig-Holstein

Info zur inklusiven Kl. 5 ab 2020 / Infoabend 25.11.2019

Seit Sommer 2016 gibt es an der Elbschule ein neues inklusives Stadtteilschul-Angebot. Schülerinnen und Schüler mit und ohne Hörschädigung* lernen gemeinsam unter besten Bedingungen:

  • Kleine Klassen
    14 Schülerinnen und Schüler
  • Gemeinsamer, zielgleicher Unterricht
    für Schülerinnen und Schüler mit und ohne Hörschädigung
  • Bildungspläne der Allgemeinen Schule
    gleiche Abschlüsse (ESA und MSA)
  • Handlungsorientiertes Lernen
    individualisierte und differenzierte Angebote
  • Gute Lernbedingungen
    hervorragende Lehr- und Lernmittelausstattung, Doppelbesetzung in den Hauptfächern
  • Schulgebäude mit bester Raumakustik
    ruhiges und konzentriertes Lernen
  • Gebärdensprachangebote, Medieneinsatz und Visualisierung
    einmalig in Hamburg
  • Kulturschule mit starkem Programm und erstklassigen Partnern
    Ernst Deutsch Theater, Elbphilharmonie, NDR
  • Schulrestaurant mit leckerem Bio-Essen
    täglich vor Ort frisch zubereitet


Wir laden Sie zu folgenden Terminen herzlich ein:

  • Marktplätze im Bezirk Altona – Vorstellung der weiterführenden Schulen, jeweils 17.00 – 19.00 Uhr:
    – Bahrenfeld am 5.11.2019, Schule Mendelssohnstraße
    – Osdorf am 13.11.2019, Schule Wesperloh
  • Infoabend in der Elbschule am 25. November 2019, 19 Uhr
  • Schnuppernachmittag für Schülerinnen und Schüler am Mittwoch, den 8.1.2020,  Anmeldung am Infoabend, Anmeldeschluss 13.12.2019
  • Vorgezogene Anmeldewoche 13. – 16. Januar 2020,
    Terminvergabe über das Schulbüro

*Ein Angebot für hörende Kinder aus dem Bezirk Altona und für hörgeschädigte Kinder aus ganz Hamburg sowie Gastschüler aus Nord-Niedersachsen und Süd-Schleswig-Holstein

„We steal the sounds from the kitchen“ mit Klasse 5 I IK und Frau Jacobsen

Im April und Mai gab es wieder ein Projekt mit dem jungen Komponisten SASCHA DEMAND zum Thema experimentelle Musik! Diesmal war die Idee, Musik mit Englisch und an unserer Schule natürlich auch mit Gebärden zu kombinieren. Frau Eitzen versorgte uns mit ASL Gebärden und wir nahmen Küchengeräte und einige kleine Perkussions-Instrumente als Musik- und Geräusch- Instrumente. Wir haben improvisiert, englische Sätze gesprochen und die Namen der Küchengeräte und die Verben dazu gelernt, z. B.: „Cut the carrot…“  Es war interessant, was dabei heraus gekommen ist. Kommentar einer Schülerin: „Ich wusste gar nicht wie viele verschiedenen Geräusche es in der Küche gibt!“ Und nach anfänglicher Scheu, (denn die IK Kinder sind ja z.T. hörend und neu in der Schule) haben alle die amerikanischen Gebärden gelernt!
Danke, Herr Demand! Das war super!

Eröffnungstrommeln der Klasse 5/6 IK

Am Freitag, den 18.5.18 gab es richtig „etwas auf die Ohren“ der Zuhörer! Die Klasse 5/6 I IK hat den Konzertsaal der Hamburger Jugendmusikschule mit Samba – Trommeln in Stimmung gebracht. Zur Eröffnung des Liederwettbewerbs der Hamburger Verkehrspolizisten mit anschlieschender Siegerehrung haben die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Frau Jacobsen getrommelt.