Zwei Zeitzeugen erzählen ihre Geschichte

Zwei Zeitzeugen waren zu Besuch bei uns in der Elbschule.

Zeitleiste von Wilhelm Simonsohn
Ingeborg Brusberg im Jahre 1938

 

 

 

 

 

Zeitzeugen sind Personen, die über eine bestimmte Zeit, in der sie gelebt haben, berichten. Die Zeitzeugen heißen Wilhelm Simonsohn und Ingeborg Brusberg.

 

 

 

Die zwei Zeitzeugen: Frau Brusberg, Herr Simonsohn und sein Begleiter Herr Schmidt.

Sie haben uns über den Zweiten Weltkrieg berichtet. Wir haben uns sehr über den Besuch gefreut, weil wir uns durch ihre Erzählungen in ihre Situation hineinversetzen konnten und so mehr über den Zweiten Weltkrieg erfahren konnten.

 

 

Der Zeitzeuge Wilhelm Simonsohn wurde am 9. September 1919 in Altona geboren. Er ist 98 Jahre alt! Er wurde als kleines Kind aus dem Landespflegeheim Osdorf adoptiert. Sein Adoptivvater starb ein Jahr nachdem er aus dem Konzentrationslager frei kam. Sein Vater war Jude, seine Mutter nicht. Bei einer Zwangsuntersuchung wurde Herr Simonsohn als „Arier“ eingestuft, deswegen musste er zur Marine-Hitlerjugend. Mit 15 Jahren stieg er aus der Marine-Hitlerjugend aus. Im Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Fliegerhorst-Offizier, danach machte er eine Ausbildung zum Nachtjäger, weil er keine Menschen töten wollte. Herr Simonsohn war trotz seiner schweren Vergangenheit und seines Alters sehr sympathisch, lustig, offen und ehrlich. Das hat uns beeindruckt.

Nach den Erzählungen bleibt Frau Brusberg noch in der Klasse und beantwortet ausführlich unsere Fragen.

Die Zeitzeugin Ingeborg Burgberg erzählte uns von ihrer Kindheit im Zweiten Weltkrieg. Das Haus, in dem sie lebte, wurde durch einen Bombenanschlag zerstört. Es blieben nur Trümmer übrig. Insgesamt hat sie in ihrem Leben drei Bombenanschläge miterlebt. Der schlimmste Bombenanschlag war im Jahr 1943. Durch diese Ereignisse ist Frau Brusberg noch heute traumatisiert. Zum Beispiel hat sie heute noch Angst vor blinkenden Lichtern. Die blinkenden Lichter erinnern sie an die Flugzeuge, die früher die Stadt bombardiert haben.

Wir bedanken uns bei Frau Brusberg und Herrn Simonsohn dafür, dass sie sich als Zeitzeugen engagieren und uns ihre Geschichte erzählt haben. Ihre Geschichten haben uns sehr berührt und uns deutlich gemacht, welche Leiden mit Krieg verbunden sind und wie dankbar wir daher über den Frieden in unserem Land sein können.

Gruppenfoto mit den Zeitzeugen und der Klasse 10I, die auch bei dem Gespräch mit den Zeitzeugen dabei war.

Artikel verfasst von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 9I und Tina Heine