Tag der Gebärdensprache in der Elbschule

Am 23. September ist immer der Internationale Tag der Gebärdensprachen. Die Vereinten Nationen haben den Tag ins Leben gerufen, um auf die wichtige Bedeutung der Gebärdensprachen für taube und schwerhörige Menschen sowie auf die Rechte von Gehörlosen aufmerksam zu machen.

Gebärdensprachen sind visuelle Sprachen – das bedeutet, dass sie visuell aufgenommen werden. Begriffe und Sätze werden mit den Händen gebildet und durch Mimik, Bewegungen des Oberkörpers und Mundgestik unterstützt. Gebärdensprachen sind eigenständige Sprachen mit einer eigenen Grammatik und Ausdrucksweise. Für viele taube und schwerhörige Menschen sind sie nicht Zweit-, sondern Muttersprache.

Aus Sicht des Deutschen Gehörlosen-Bunds bestehen trotz des eigentlich existierenden Rechtsanspruchs auf Inklusion durch die UN-Behindertenrechtskonvention „in nahezu allen Lebensbereichen“ für taube Menschen nach wie vor „erhebliche Barrieren“ – so etwa in den Bereichen Bildung, Medien, politischer Teilhabe, Alltagsbewältigung oder Gesundheitsversorgung. Es existierten hierzulande noch immer „viel zu viele Barrieren“. Inklusion sei jedoch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die auch den Erwerb von Gebärdensprache durch hörende Menschen einschließe und sich nicht nur auf den Einsatz von Gebärdendolmetschenden und technischen Hilfsmitteln reduzieren lasse. (Quelle: www.bpb.de)

In der Elbschule wurde dieser besondere Tag mit der ganzen Schulgemeinschaft in der Aula gewürdigt. Der Schulsprecher Solomon und die Zehntklässlerin Emily haben zweisprachig die Veranstaltung anschaulich moderiert und anhand von Quizfragen viele Fakten zur Gebärdensprache verdeutlicht. Zum Schluss gab es noch eine gemeinsame Gebärdenpoesie, die von zwei Schülerinnen der Klasse 8/9a vorgeführt wurden.

Katharina von Puttkamer